Radartechnik und ihre Entstehung

Am Anfang der Radartechnik stand im Jahre 1886 die Beobachtung des deutschen Wissenschaftlers Heinrich Hertz, dass metallische Gegenstände Radiowellen reflektieren. Ein aus dieser Entdeckung entwickeltes System für die Ortung und Entfernungsmessung von größeren metallischen Gegenständen wurde 1904 zum Patent angemeldet. Die Funktionsweise des Ortungssystems war relativ simpel: Ein ortsgebundener Sender sendete elektromagnetische Wellen aus. Trafen diese auf einen metallischen Gegenstand, so wurden diese reflektiert. Ein neben dem Sender installierter Empfänger fing diesen Reflex auf. Aus der Zeit zwischen dem Aussenden des Signals und dem Empfang des Reflexes konnte die Entfernung des Objektes errechnet werden. Später trat die Richtungsbestimmung des georteten Objektes hinzu, die sich aus dem Winkel zwischen ausgesendetem Signal und empfangenen Reflex ergab. Radartechniken finden sich in der heutigen Zeit aber auch an anderer Stelle. Wer beispielsweise bei der KFZ Finanzierung auf Extras wie ein Navigationsgerät schaut, erwirbt gewissermaßen ein kleines Stück Radartechnik.

Radartechnik als Weiterentwicklung der Funkmesstechnik

Im Ersten Weltkrieg spielte die Funkmesstechnik eine untergeordnete Rolle. Der Zweite Weltkrieg hingegen sollte die Entwicklung der Radartechnik enorm vorantreiben. Während auf deutscher Seite die Funkmesstechnik zunächst auf die Großkampfschiffe beschränkt blieb, da die deutsche Funkmesstechnik zunächst auf Meter- später auf Dekameter wellen basierte und die Geräte daher energieintensiv und groß waren, erkannten die Briten bald die Vorteile der Funkmesstechnik für den Bereich der Flugtechnik. Durch intensive Forschung gelang es den Briten Funkmesstechniken zu entwickeln, die im Zentimeterwellenbereich arbeiteten. Die Funkmesstechnik der Briten beschränkte sich nicht mehr allein auf ortsgebundene Groß Maß Anlagen, sondern wurde auch im Bereich der Flugzeugtechnik eingesetzt. Folgerichtig bekam die Funkmesstechnik im englischsprachigen Raum den Namen Radio Aircraft Detection and Ranging (System), also Radar. Dadurch, dass die Alleierten fortan kleine Radargeräte im Zentimeterbereich in Flugzeuge einbauten, gelangen ihnen oftmals entscheidende Siege in Luftkämpfen und vor allem in der U-Bootabwehr. Radartechnik wird heutzutage jedoch auch in der Medizin verwendet. Egal ob beim Internisten, beim Zahnarzt oder im OP. Wer genau hinschaut, wird auch beim Arzt Geräte finden, in denen ein kleines bisschen Radartechnik steckt. Welche Geräte für die jeweiligen Behandlungen beim Zahnarzt genutzt werden erfahren Sie auf http://www.zahnarzt-angst-tipp.de.

Radartechnik und militärische Entwicklungstechniksysteme

Den Achsenmächten hingegen schien die Entwicklung von Radartechnik im Zentimeterwellenbereich zunächst unmöglich, weshalb die offensive Nutzung von Radartechnik auf ihrer Seite spät einsetzte und der alleierten Technik gegenüber unterlegen war. Während die Alleierten Zentimeterradar in Jagdflugzeugen und U-Bootjagdflugzeugen einsetzten, kamen die immer noch überdimensionierten Dekameterradarsysteme auf deutscher Seite lediglich in überschweren und damit langsamen Nachtjagdflugzeugen und Bombern zum Einsatz. Bescheidene Erfolge erzielten die Achsenmächte auf dem Gebiet der Radarabwehr. Hier ist vor allem das Aphrodite-Funkmessgerät zu nennen, das allerdings nicht im Zentimeterwellenbereich arbeitete, als auch der Einsatz von Täusch Körpern, also von U-Booten ausgestoßenem oder von Flugzeugen abgeworfenem reflektierenden Material. Eine zweite offensive Einsatzmethode der Radartechnik kam mit der Zielleittechnik zum Einsatz. Ein bewegliches Objekt empfing Radarwellen und sendete einen Impuls zum Sender zurück. Über diese Kopplung konnten unbemannte Objekte ferngesteuert in Ziele gelenkt werden. Auch wenn sich die Technik und die Reichweite der Radartechnik seit dem 2. Weltkrieg verbessert hat, haben die grundsätzlichen Wirkungsweisen bis heute Gültigkeit. Radartechniken kommen gegenwärtig allerdings fast überall zum Einsatz: So kann man auch in diversen Hotels im Urlaub auf Radartechniken stoßen. Ebenso, wie im Bereich der Astrologie - was viele nicht für möglich halten würden. Das macht die Radartechnik noch heute zu einer wichtigen Technik.